Die Röblinseesiedlung
Am Südufer des Röblinsees entstanden ab dem Jahr 1900 erste repräsentative Villen.
Mit einem Bebauungsplan wurden ca. neun Jahre später die Voraussetzungen für eine
weitere Besiedlung geschaffen.
In weiser Entscheidung übereigneten damals die Stadtväter Fürstenbergs dem Berliner Privatbeamtenverein Land
zum Bau eines Erholungsheimes, welches bereits 1911 eröffnet wurde.
Ab 1920 entwickelte sich das Gebiet am südlichen Ufer des Röblinsees zu einer eigenständigen Siedlung.
Straßen, Gehwege und Parks wurden angelegt. In einer breit gefächerten Villenarchitektur entstanden weitere
Häuser, die sich harmonisch in die hügelige Landschaft einfügten. So entstand ein geschlossenes
Siedlungsbild, die Röblinseesiedlung.
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Als Folge des II.Weltkrieges besetzten russische Truppen die Siedlung, riegelten sie vollständig ab und
richteten dort den Generalstab der 2. Gardepanzerarmee ein. Nachfolgende 48 Jahre lang blieb der deutschen
Öffentlichkeit der Zutritt verwehrt.
Russische Offiziere und ihre Familien bewohnten in dieser Zeit die schönen Villen und Landhäuser.
Mit dem Abzug der GUS-Truppen aus Deutschland im Jahr 1993 wurden die inzwischen ruinösen Objekte an die
rechtmäßigen Eigentümer zurück gegeben. Die kommunale Infrastruktur wie Telefon, Strom, Gas, Wasser und
Abwasser war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr nutzbar. Mit Fördermitteln stellte die Stadt Fürstenberg/Havel
die Infrastruktur dieser Siedlung wieder her.
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Als Außenstelle der EXPO konnte die Stadt Fürstenberg/Havel in diesem Siedlungsgebiet eine
erfolgreiche Konversion unter Beweis stellen.
Alte Eigentümer, deren Nachkommen sowie neue Grundstückserwerber restaurierten und sanierten die meisten
alten Villen und Landhäuser aus privaten Mitteln und mit eigener Kraft zur heutigen Schönheit.
Architektonisch interessante Häuser sind neu hinzugekommen und lassen die Siedlung weiter wachsen.
So hat sich die Röblinseesiedlung zu einer der schönsten Waldsiedlungen im Fürstenberger Seenland entwickelt.
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