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Trinkwasser ist das am besten und am meisten kontrollierte Lebensmittel.

 

Wasser und Abwasser Fürstenberger Seenland – Eigenbetrieb der Stadt Fürstenberg/Havel – betreibt die Wasserwerke Fürstenberg, Bredereiche, Barsdorf sowie Großmenow und versorgt damit ca. 2500 Haushalte mit dem lebensnotwendigen „Nass“.

 

Wasserqualität
Wie Messungen belegen, ist der Mineralstoffgehalt des Trinkwassers in Fürstenberg/Havel höher als der vieler Mineralwasser, welche in Lebensmittelmärkten angeboten werden.

 

Finanzierung und Kostenentwicklung
Wasser und Abwasser Fürstenberger Seenland ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts, finanziert sich über Gebühren und darf keine Gewinne machen. Angesichts allgemein steigender Preise ist die Tatsache bemerkenswert, dass es in den letzten 8 Jahren keine Gebührenerhöhung gab. Gebildete Rücklagen werden für Reparaturen und Netzpflege aufgewendet. In letzter Zeit wurde in zwei neue Wasserleitungen zwischen Fürstenberg/H. und Drögen sowie zwischen Bredereiche und Boltenhof investiert. Zudem sind turnusmäßig alle 5 bis 8 Jahre Mittel für die Überprüfung der Brunnen vorzusehen.

 

Versorgungsgebiet

WASSER IST LEBEN
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Trinkwasser enthält eine Vielzahl an Mineralien und Spurenelementen. Es ist das am besten und am meisten kontrollierte Lebensmittel.
Die Schadstoff- Grenzwerte sind deutlich schärfer als bei anderen Lebensmitteln. Unter bestimmten Umständen darf bzw. muss Trinkwasser nachchloriert, entsäuert, gefiltert oder anders behandelt werden, bevor es unter ständiger Kontrolle bezüglich der Einhaltung der Grenzwerte durch die Gesundheitsämter aus dem Wasserhahn laufen darf. Trinkwasser ist also ein hergestelltes Lebensmittel. Es ist auch Grundlage und Bestandteil vieler anderer Lebensmittel.

Trinkwasser ist, wie der Name schon sagt, zum Trinken da. Es braucht dafür nicht zusätzlich im Haushalt nachbehandelt oder aufbereitet zu werden.

Das Wasserwerk Fürstenberg
befindet sich im Bereich der Röblinseesiedlung im Peetscher Weg – ein Gründerzeitbau mit markanter blauer Fassade, für Jedermann als „Wasserwerk“ zu erkennen. Der Werkleiter, Herr Dr. Ralf Lunkenheimer, stellte uns „sein“ Werk vor – freundlich und kompetent.

Bevor die Abnehmer durch einfache Betätigung eines Wasserhahnes Trinkwasser von hoher Qualität dem Leitungssystem entnehmen können, hat das Wasser den gesamten technologischen Prozess im Wasserwerk durchlaufen.

Im Fürstenberger Seenland kommt das Trinkwasser nicht etwa aus den zahlreichen Seen, sondern wird aus Grundwasser gewonnen. Niederschlagswasser gelangt, gefiltert durch die Erdschichten in das Grundwasser der Trinkwasserschutzzonen 1
(1 - 2 Jahre Fließzeit vom Niederschlag bis zu den Brunnen), 2 (bis 10 Jahre Fließzeit) und 3 (bis 30 Jahre Fließzeit). In der Trinkwasserschutzzone 1 befinden sich 4 Hauptbrunnen mit je einer Pumpe, aus denen das Wasser durch unterirdische Leitungen zum Gelände des Wasserwerkes gepumpt wird.

Hier wird das Wasser in Kiesfiltern von Eisen und Mangan gereinigt. Die Prozesse im Wasserwerk laufen automatisch ab, in der sauberen Werkhalle sieht man nur die dazu erforderliche Technik – Überwachungsinstrumente, Rohrsysteme und Kiesfilterbehälter. Einmal pro Woche müssen die Kiesfilter manuell rückgespült werden. Der dabei anfallende Eisenschlamm ist biologisch neutral.
Das gereinigte, sauerstoffarme Wasser gelangt in Ausgleichsbehälter, die der Pufferung des Wasserdruckes dienen und von dort über Rohrleitungssysteme
ohne Beigabe von Zusatzstoffen zu den Hausanschlüssen.

Entsorgung von Abwasser
Wie der Name des Unternehmens bereits sagt, ist es neben der Bereitstellung von Trinkwasser auch für Entsorgung von Abwasser verantwortlich.

Bezüglich dieses Geschäftsfeldes sei hier nur ein aktuelles Problem genannt – Maßnahmen gegen die zeitweise Geruchsbelastung im hinteren Bereich der Steinförder Straße.
Im Jahr 1994 wurde zwischen Steinförde und Fürstenberg/Havel eine Abwasserleitung gebaut und großzügig dimensioniert. Dieser Querschnitt wurde gewählt, da neben Steinförde und Kleinmenow ein ursprünglich geplantes Wellness - Hotel in Steinhavelmühle angeschlossen werden sollte. Diese Hotelinvestition ist ausgeblieben und derzeit wird nur durch Steinförde Abwasser eingeleitet. Die anfallende Menge ist jedoch zu gering, um einen gleichmäßigen Durchsatz zu gewährleisten. Da das Abwasser auf diesem Abschnitt eine Verweildauer von ca. 3 Tagen hat, kommt es zur Bildung von Schwefelwasserstoff und damit zur unerwünschten Geruchsbelastung. Obwohl bereits entsprechende Zusatzstoffe dem Abwasser beigegeben werden, ist die Entstehung solcher Schwefelverbindungen leider nicht vollständig zu unterbinden. An der Lösung dieses Problems wird gearbeitet und nach geeigneten Mitteln gesucht, diese Geruchsbelastung weiter einzudämmen und möglichst zu beseitigen.

 

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