WASSER IST LEBEN
______________________
Trinkwasser enthält eine Vielzahl an Mineralien und Spurenelementen. Es ist das am besten und am meisten
kontrollierte Lebensmittel.
Die Schadstoff- Grenzwerte sind deutlich schärfer als bei anderen Lebensmitteln.
Unter bestimmten Umständen darf bzw. muss Trinkwasser nachchloriert, entsäuert, gefiltert oder anders behandelt
werden, bevor es unter ständiger Kontrolle bezüglich der Einhaltung der Grenzwerte durch die Gesundheitsämter
aus dem Wasserhahn laufen darf. Trinkwasser ist also ein hergestelltes Lebensmittel. Es ist auch Grundlage und
Bestandteil vieler anderer Lebensmittel.
Trinkwasser ist, wie der Name schon sagt, zum Trinken da. Es
braucht dafür nicht zusätzlich im Haushalt nachbehandelt oder aufbereitet zu werden.
Das Wasserwerk Fürstenberg
befindet sich im Bereich der Röblinseesiedlung im Peetscher Weg –
ein Gründerzeitbau mit markanter blauer Fassade, für Jedermann als „Wasserwerk“ zu erkennen.
Der Werkleiter, Herr Dr. Ralf Lunkenheimer, stellte uns „sein“ Werk vor – freundlich und kompetent.
Bevor die Abnehmer durch einfache Betätigung eines Wasserhahnes Trinkwasser von hoher Qualität
dem Leitungssystem entnehmen können, hat das Wasser den gesamten technologischen Prozess im Wasserwerk
durchlaufen.
Im Fürstenberger Seenland kommt das Trinkwasser nicht etwa aus den zahlreichen Seen, sondern wird aus
Grundwasser gewonnen. Niederschlagswasser gelangt, gefiltert durch die Erdschichten in das Grundwasser der
Trinkwasserschutzzonen 1
(1 - 2 Jahre Fließzeit vom Niederschlag bis zu den Brunnen), 2 (bis 10 Jahre
Fließzeit) und 3 (bis 30 Jahre Fließzeit).
In der Trinkwasserschutzzone 1 befinden sich 4 Hauptbrunnen mit je einer Pumpe, aus denen das Wasser durch
unterirdische Leitungen zum Gelände des Wasserwerkes gepumpt wird.
Hier wird das Wasser in Kiesfiltern von Eisen und Mangan gereinigt. Die Prozesse im Wasserwerk laufen
automatisch ab, in der sauberen Werkhalle sieht man nur die dazu erforderliche Technik – Überwachungsinstrumente,
Rohrsysteme und Kiesfilterbehälter.
Einmal pro Woche müssen die Kiesfilter manuell rückgespült werden. Der dabei anfallende Eisenschlamm ist
biologisch neutral.
Das gereinigte, sauerstoffarme Wasser gelangt in Ausgleichsbehälter, die der Pufferung des Wasserdruckes
dienen und von dort über Rohrleitungssysteme
ohne Beigabe von Zusatzstoffen zu den
Hausanschlüssen.
Entsorgung von Abwasser
Wie der Name des Unternehmens bereits sagt, ist es neben der Bereitstellung von Trinkwasser
auch für Entsorgung von Abwasser verantwortlich.
Bezüglich dieses Geschäftsfeldes sei hier nur ein aktuelles Problem genannt – Maßnahmen gegen die zeitweise
Geruchsbelastung im hinteren Bereich der Steinförder Straße.
Im Jahr 1994 wurde zwischen Steinförde und Fürstenberg/Havel eine Abwasserleitung gebaut und großzügig
dimensioniert. Dieser Querschnitt wurde gewählt, da neben Steinförde und Kleinmenow ein ursprünglich
geplantes Wellness - Hotel in Steinhavelmühle angeschlossen werden sollte. Diese Hotelinvestition ist
ausgeblieben und derzeit wird nur durch Steinförde Abwasser eingeleitet. Die anfallende Menge ist jedoch zu
gering, um einen gleichmäßigen Durchsatz zu gewährleisten. Da das Abwasser auf diesem Abschnitt eine
Verweildauer von ca. 3 Tagen hat, kommt es zur Bildung von Schwefelwasserstoff und damit zur unerwünschten
Geruchsbelastung. Obwohl bereits entsprechende Zusatzstoffe dem Abwasser beigegeben werden, ist die Entstehung
solcher Schwefelverbindungen leider nicht vollständig zu unterbinden. An der Lösung dieses Problems wird
gearbeitet und nach geeigneten Mitteln gesucht, diese Geruchsbelastung weiter einzudämmen und möglichst
zu beseitigen.